Selbstportrait

Gottfried Helnwein

2008

Selbstportrait von Gottfried Helnwein

Öl und Acryl auf Leinwand, 210 x 150 cm.

Helnwein stellt sich in seinem Selbstporträt als „gepeinigter Schmerzensmann“ dar. Sein Kopf ist bandagiert, gabelförmige Instrumente bohren sich in seine Augen und der Mund ist weit zu einem Schrei geöffnet. In seinem Gesicht spiegeln sich Leid, Wut und Angst wider wobei der Aufschrei als Zeichen des Lebendigseins sowie des Widerstandes zu verstehen ist.

"Meine Arbeit war eigentlich immer ein Versuch, mit dem, was auf mich einwirkt, zurecht zu kommen oder darauf zu reagieren, und manchmal auch sich zu wehren oder zurückzuschlagen."

Lit. Klaus Albrecht Schröder/Elsy Lahner (Hg.), Gottfried Helnwein (Kat. Ausst., Albertina, Wien 2013), Wien 2013, S. 12.